Kinder und Jugendliche

DruckversionDruckversionPDFPDF

Die Diagnose Diabetes mellitus bei Kindern und Jugendlichen hat immer große Auswirkungen auf die ganze Familie. Hier geht es nicht nur um das Management des Stoffwechsels, sondern um das Management des Lebensalltags insgesamt. Mütter, Väter, Geschwister, Großeltern, Erzieherinnen, Lehrkräfte, Freunde und Sporttrainer- sie alle wollen Bescheid wissen über die besonderen Herausforderungen der Kids. In Zusammenarbeit mit den Behandlungsteams in den Kinderkliniken Bremen- Mitte und Bremen- Nord bietet der DDH- M Landesverband Bremen verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten an:

Beratung zu allen psycho- sozialen Fragen, gemeinsame Nachmittage für Eltern und Kinder, Farmtage für Familien, Familien unterstützende Angebote, Paten für Jugendliche, Fortbildungen für Kindertageseinrichtungen und Schulen, und Vieles mehr.

Wir freuen uns über Fragen und Anregungen, über Teilnahme und aktives Mit- Gestalten.

Die Jugendreferentin Dorothee Paape ist zu erreichen per mail: dorothee.paape@ddh-m.de oder telefonisch über die Geschäftsstelle (0421-6164323).

Wir arbeiten seit langer Zeit gerne zusammen mit der Stiftung Dianino (www.stiftung-dianino.de). Umfassende Informationen erhalten Sie auch auf der Selbsthilfe- Plattform www.diabetes-kids.de und der Internet- Präsenz der Kinderdiabetologen www.diabetes-kinder.de

Große Freude für zehn Familien durch den Kiwanis Gingko Club Bremen

Celina war  Jahre alt, als bei ihr Diabetes Typ1 festgestellt wurde. Seitdem pickst sie sich jeden Tag mehrmals in den Finger, um den Blutzucker zu kontrollieren. Sie gibt sich mit der Insulinpumpe bei jeder Mahlzeit die entsprechende Menge Insulin ab. Die Dosis ergibt sich aus der Menge der Kohlenhydrate, die auf dem Teller sind. 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Ohne Pause. Celinas Mutter kontrolliert den Blutzucker auch nachts und gibt ihrer Tochter je nach gemessenem Wert ggf. Insulin oder Traubenzucker.
Ca. 250 Kinder und Jugendliche mit Diabetes Typ 1 gibt es in Bremen. Es werden jedes Jahr mehr. Die Erkrankung beginnt immer früher. Die Belastung für die Eltern ist größer, je kleiner die Kinder sind.
Der Kiwanis Gingko Club Bremen schenkte 10 Familien mit jüngeren Kindern mit Diabetes ein unbeschwertes und erlebnisreiches Wochenende auf einem Ferienhof. Celina stellte erleichtert fest, dass auch die anderen Kinder ihren Blutzucker messen mussten. Sie war nicht die Einzige, die deswegen ihr Spielen unterbrechen musste.
Dorothee Paape vom Programm FUGE des AfJ e.V. hatte das Wochenende organisiert. FUGE unterstützt die Familien mit Beratung und dem Einsatz von ehrenamtlichen Familienassistenten.
Celinas Mutter und die anderen Eltern nutzten die Gelegenheit, ihren Alltag mit den anderen Müttern auszutauschen: Wie wird mein Kind in der Schule und im Kindergarten gut begleitet? Wie beantrage ich eine Kur? Muss ich nachts wirklich aufstehen und den Blutzucker messen? Kommen die Geschwister zu kurz?
Wie kam es zu dieser großzügigen Spende des Kiwanis Gingko Bremen e.V. ?
Anlässlich der Trauerfeier von Frau Dorit von Aufschnaiter im Februar 2013 kam eine größere Summe zusammen, mit der der Club gerne im Sinn der Verstorbenen Kindern helfen wollte.
Frau von Aufschnaiter war eine außergewöhnliche Frau, die nicht nur über Bremen hinaus als Physiotherapeutin  bekannt war. Ihr lagen ganz besonders die Mütter und Väter der Kinder, die in ihre Praxis kamen, am Herzen. Sie wusste, wie wichtig der Austausch untereinander ist und sie lud sie ein zu Festen in ihrem Garten. 
Genauso wie diese Eltern im Garten von Frau von Aufschnaiter konnte Celinas Mutter auf dem Ferienhof in den Gesprächen mit den anderen Müttern ihre Sorgen teilen, neue Tipps erhalten und Energie tanken für den Alltag in ihrer Familie.
Dank der kreativen Kinderbetreuerinnen wusste sie ihre Tochter sicher beaufsichtigt und mit Spaß beim Spielen.
„Hier haben wir neue Freunde gewonnen. Hier war das schwere Thema Diabetes leicht“, sagte Celinas Mutter beim Abschied. Sie freuen sich auf ein Wiedersehen.

 

 

Anhang: